Geschichte:
Heinrich III. der Erlauchte Marktgraf von Meißen
*zwischen 30.08.1215/20.07.1216 , † vor 08.02.1288 Hochzeit mit Konstanze von Österreich, geheiratet in Stadtlau b. Wien;
Heinrich war der Sohn des Markgrafen von Meißen Dietrich (»dem Bedrängten«, 1162-1221) und dessen Gemahlin Jutta (1235), Tochter des Landgrafen von Thüringen Hermann I. (1217) und der Enkel Konrads des Großen.
Bis zu seiner Volljährigkeit stand er unter der Vormundschaft des Landgrafen Ludwig IV. (»des Heiligen«). von Thüringen. Sein Vater hatte ihm aber ein gesichertes Erbe hinterlassen, sodass die Zeit der Minderjährigkeitsregierung durch seinen Onkel Ludwig IV. von Thüringen keine größeren Probleme für den Erhalt der wettinischen Dynastie mit sich brachte. Als Zeitgenosse Kaiser Friedrichs II. erlebte
er den Untergang der Staufer, die unruhevolle Zeit des Interregnums, und es gelang ihm, den wettinischen Besitz von der Werra und dem Thüringer Wald bis zur Oder gegen mancherlei entgegenwirkende Ansprüche zusammenzuhalten und zu festigen. Begeistert für ritterliches Leben, beteiligte sich Heinrich III. 1237 an einer Kreuzfahrt gegen die Prußen (baltischer Volksstamm, auf den der Name des Staates Preußen zurückgeht) , 4 Jahre später organisierte er Gegenmaßnahmen zur Abwehr der Tataren.
Seine Besitztümer, zu denen 4 Reichsfürstentümer gehörten, teilte Heinrich 1265 mit seinen Söhnen, wobei er sich selbst die Mark Meißen, die Niederlausitz und weiteren Streubesitz im Osten vorbehielt, sein Sohn Albrecht bekam Thüringen und Pfalzsachsen, Sohn Dietrich die Gebietsteile im Westen der Meißner Mark um Landsberg. Durch Verbesserung der Verwaltungsorganisation und Förderung des Städtewesens wurden wesentliche Fortschritte beim Ausbau des Fürstenstaates erreicht.
Im Jahr 1234 heiratete Markgraf Heinrich die Konstanze von Österreich (um 1212-1243), mit der er zwei Söhne hatte: den älteren Albrecht (»der Entartete«, 1240-1314) und den jüngeren Dietrich (»der Weise«, 1242-1285). Herzogin Konstanze von Österreich auch Constantia von Österreich, Konstanze von Meißen oder Konstanze von Babenberg, war eine Schwester des „letzten Babenbergers“ und durch Heirat eine Herzogin von Meißen. Sie gilt als eine der „Stammmütter“ der Wettiner. Sie war eine jüngere Tochter von Herzog Leopold (VI.) von Österreich („Leopold dem Glorreichen“) († 1230) aus dessen Ehe mit Theodora Angela von Byzanz († 1246)
Im Jahr 1244 heiratete er Agnes von Böhmen (1268). Aus seiner dritten Ehe mit Elisabeth von Maltitz (1238/39-1333) stammen die beiden Söhne Friedrich Clem (1273-1316) und Hermann. Im Jahr 1247 wurde Heinrich auch Landgraf von Thüringen und Pfalzgraf von Sachsen. Heinrich galt als tapferer, edler, gerechter, prachtliebender und freigebiger Fürst, der einen Sinn für Kunst und Musik hatte. Markgraf Heinrich wurde im Kloster Altzella begraben.